Distriktwinterwochenende in Zeiten des Klimawandels und Distriktkonferenz im „Ilmenauer Blau“

Nach dem das letztjährige Winterwochenende in Ilmenau eher nicht winterlich war, hofften wir dieses Jahr auf eine bessere Kooperation mit Petrus. Leider setzte auch diesmal Anfang Januar das Tauwetter ein und raffte selbst den Schnee in den Höhenlagen des Thüringer Waldes dahin. Damit konnten die diesmal zahlreicher erschienen Gäste wieder nicht die herrliche Landschaft auf schmalen Brettern stehend genießen, sondern mussten sich mit windigem, regnerischen Grau zufrieden stellen. Aus der Erfahrung des letzten Jahres hat der RAC Ilmenau daher den Bau einer Eishalle in Ilmenau veranlasst, sodass zumindest der erste Teil des Samstagnachmittagsprogramms winterlich war.

Im zweiten Teil ging es dann doch hinauf auf den Rennsteig. Allerdings wurde dabei die entspannende Wirkung der Bergluft im Außenbecken der Therme Masserberg genossen. Den gesunden Mix aus Sport und Erholung wurde mit einem gemütlichen Hüttenabend abgeschlossen. Nach reichlich Spanferkel und Wodka-Karamell waren die meisten doch froh, zur Nachtruhe lediglich eine Treppe nach oben steigen zu müssen. Die recht kurze Nacht endet mit dem Aufruf zum Frühstück und der Abfahrt zur Technischen Universität Ilmenau, wo die Distriktkonferenz stattfinden sollte.

Ilmenau begrüßte die Wochenendgäste und angereisten Teilnehmer mit dem besten Wetter, was es zu bieten hat – tiefgrauem Nieselregensturm. Angekommen im Seminarraum der Universität konnte man wider Erwarten doch etwas von Ilmenau und dem Lindenberg erkennen. Die Konferenz war dank reger und konstruktiver Teilnahme der ca. 30 Teilnehmer sehr konspirativ. Die Anwesenheit mehrer Rotaryvertreter zeigte die enge Verbundenheit der rotarischen Familie als lebendiges Beispiel in Ergänzung zu dem gleichnamigen Programmpunkt. Die Mittagsversorgung in der „Nanoteria“ unterstrich den wissenschaftlichen Rahmen, den der Veranstaltungsort im Herzen der Denkfabrik der Konferenz verlieh. Als die letzten Gäste mit einem Kaffe verabschiedet wurden und sich das Ilmenauer Himmelblau immer noch nicht zeigen wollte, zogen alle Beteiligten dennoch eine positive Bilanz des Wochenendes. Es sind ja letztlich genau diese Veranstaltungen, welche die rotar(act)ische Idee verkörpern und stärken und um den Grußworten der Präsidentin bzw. eines berühmenten Ilmenauer Gastes zu schließen: „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen wie.“ (J. W. v. Goethe).

Distriktwochenende 2007

Auf schmalen Brettern durch den Winterwald; mehr oder weniger schnell vorbei an schneebedeckten Bäumen und sonnig glitzernden Wiesen den Thüringer Wald geniesen… – So war das Wochenende ursprünglich geplant.

Als jedoch 3 Tage vorher das Wetter sich immer noch nicht von seiner Frühlingsstimmung abbringen ließ und selbst der Oberhofer Biathlonweltcupschnee “dahin schmälzte”, musste der Plan B ausgepackt werden – Rotaracter sind ja flexibel. Diese Flexibilität hatten uns wohl nur wenige zugetraut und so verkürzten wir das Wochenende aufgrund geringer Anmeldezahlen und begannen am Samstag Mittag mit einer Welcome-Gulaschsuppe bei unserem Präsidenten Julian. Diese diente gleichzeitig auch als Stärkung für den folgenden Programmpunkt: einen Nordic Walking Einführungs- bzw. Fortgeschrittenenkurs, geleitet vom Präsidenten des Ilmenauer Rotaryclubs Matthias Prediger.

Sowohl Könner als auch (jetzt ehemalige) Nordic-Walking-Belächler kamen bei der 1 1/2h Tour rund um den Ehrenberg (Hausberg der Universität) auf ihre Kosten bzw. abschnittsweise aus der Puste. Im Anschluss gab es eine Auswertung der verbrannten Kalorien und ähnlichem und alle wurden mit dem Nordic Walking Abzeichen belohnt. Nach der sportlichen Ausarbeitung fuhr man dann doch noch nach Oberhof; jedoch nicht um Schnee zu suchen, sondern in der Rennsteigtherme Entspannung und Badespaß. Im Anschluss an das nasse Vergnügen ging es von den Höhen wieder an den Fuß des Thüringer Waldes, zu den Ursprüngen der Ilm in die urige Singer Hütte. Die Gäste wurden bereits am Eingang von einem kleinen Spanferkel empfangen und konnten sich auf einen gemütlichen Kachelofenabend mit reichlich guten Thüringer Essen und (nicht nur Thüringer) Trinken freuen. Bei eintretender Müdigkeit brauchte man lediglich eine Etage höher zu gehen und sich ein Bett zu wählen um sich so von Laufen, Baden, Essen und Feiern zu erholen.

Nach ein paar Stunden Schlaf, wurden die Sachen gepackt und nochmals die Uni Ilmenau angesteuert. Im Studentencafé gab es noch eine gute Stärkung für die Heimfahrt beim Sonntagsbrunch. Damit gingen ereignisreiche Stunden unter Rotaractern zu Ende und bei der Verabschiedung der Gäste erfüllte sich zumindest noch eine eingangs beschrieben Vision – der Ilmenauer Himmel zeigte sich werbe-slogan-blau und die Sonne machte den fehlenden Schnee fast wett.